20.07.2011

IT-Investitionen werden oft nicht sicher genug geplant

Die Unternehmen blicken bei ihren IT-Investitionen häufig ausschließlich auf den abgegrenzten Einzelfall und lassen dessen mögliche Auswirkungen auf die weiteren Projektvorhaben außer Acht. Ebenso finden sich fundierte, einheitliche Verfahren zur Auswahl von IT-Projekten nach einer Studie der Ardour Consulting gerade einmal bei jedem zweiten Anwender. Noch seltener wird geprüft, ob geplante IT-Vorhaben in ihrem Nutzen möglicherweise negative Wirkungen auf andere Projekte haben. Denn solche Verfahren, in denen beispielsweise nach klaren Bewertungskriterien der zu erwartende Nutzen von Investitionen ermittelt wird, werden in voller Konsequenz lediglich von jedem sechsten Unternehmen eingesetzt. Ein weiteres Drittel nutzt solche Methoden wenigstens teilweise, alle anderen sind weit von einheitlich-systematischen Vorgehensweisen entfernt.

Dies trägt möglicherweise wesentlich dazu bei, dass IT-Projekte in der Praxis deshalb häufig scheitern, weil sich der Nutzen nicht eindeutig ermitteln lässt. Zu dieser kritischen Selbsterkenntnis kommt fast jeder zweite befragte IT-Manager. Lediglich ein knappes Drittel gibt zu Protokoll, dass wegen unzureichender Nutzenperspektiven eine IT-Maßnahme vorzeitig beendet wird und die Investitionen abgeschrieben werden müssen.