Manager brauchen bei Entscheidungen ihr Bauchgefühl
Deutschlands Manager stützen sich bei ihren Entscheidungen trotz immer umfangreicherer Faktenanalysen weiterhin gerne auf ihr Bauchgefühl. Daran hat sich nach einer Vergleichserhebung seit 2006 wenig geändert. Aber auch die subjektiv empfundene Entscheidungssicherheit ist bei den Führungskräften in den letzten Jahren nicht wesentlich größer geworden.
Laut der Befragung fühlt sich nur jeder vierte Manager dabei immer sehr sicher. Dies sind zwar 7 Prozent mehr als vier Jahre zuvor, aber dem steht eine Gruppe von 35 Prozent (2006: 39 Prozent) an Business-Verantwortlichen gegenüber, die sich bei ihren Entscheidungen oftmals unsicher fühlen. Keine eindeutige Einordnung geben etwa zwei von fünf der fast 300 Befragten ab: Sie haben zwar häufiger, aber längst nicht immer ein gutes Gefühl, ob sie mit ihren Entscheidungen richtig liegen.
Interessant ist bei den weiteren Ergebnissen der Erhebung aber auch, dass die Unternehmen in den letzten Jahren zwar erheblich in moderne Computertechniken wie Business Intelligence-Lösungen zur Analyse der wichtigen betriebswirtschaftlichen Daten investiert haben, die Manager bemühen aber trotzdem nach eigener Aussage weiterhin bevorzugt ihr Bauchgefühl. 2006 urteilten 47 Prozent, dass sie auf diese Weise die erfolgreicheren Entscheidungen getroffen hätten, gegenwärtig sind es mit 51 Prozent sogar noch mehr. Dagegen geben aktuell nur 42 Prozent an, sie hätten die besonders guten Entscheidungen typischerweise auf Basis sachlicher Fakten getroffen.





