09.11.2010

Unzureichende Kennzahlensysteme für das Produktionsmanagement

Eine Steuerung der Produktion anhand von Kennzahlen zu optimieren wird für die Fertigungsunternehmen im deutschsprachigen Raum immer wichtiger. Doch andererseits weisen sie noch einen großen Handlungsbedarf auf, was die Qualität der Kennzahlensysteme betrifft. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Vergleichsstudie, in der eine aktuelle Studie unter mittelständischen und großen Produktionsunternehmen den Ergebnissen einer gleichen Befragung im letzten Jahr gegenüber gestellt wird.

Danach geben die Firmen ähnlich wie 2009 fast zu zwei Dritteln an, dass Key Performance Indicators (KPIs) immer wichtiger für das effiziente Management der Fertigungsprozesse werden, für weitere 24 Prozent haben sie eine mittlere Bedeutung. Diese Wertschätzung ist nicht grundlos, immerhin geben diese Daten bei sachgerechtem Einsatz und präziser Auswertung prinzipiell hilfreiche Auskunft beispielsweise zu den Bearbeitungszeiten, Ausschussquoten, Nutzungsgraden oder zu den Qualitätskosten. Auch Fehlerhäufigkeiten oder Prozessstabilität lassen sich auf diese Weise sinnvoll ermitteln.

Allerdings hat sich gegenüber dem letzten Jahr hinsichtlich des Einsatzes bedarfsgerechter Kennzahlensysteme im Produktionsmanagement der Handlungsbedarf nicht wesentlich reduziert. Lediglich drei von zehn Unternehmen verfügen darüber (2009: 28 Prozent), in zusätzlich jedem zweiten Fall weist es schon erhebliche Einschränkungen auf. 18 Prozent der befragten Fertigungsunternehmen haben allerdings noch gar keine oder nur fragmentarische KPI-Methoden im Einsatz, vor Jahresfrist waren dies allerdings noch 5 Prozent mehr.